Bewegungsmelder als Einbruchschutz

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Der Schutz vor Einbrechern ist besonders in den Wintermonaten wichtig, denn Einbrecher suchen vermehrt den Schutz der Dunkelheit. Um Einbrecher abzuschrecken, ist die richtige Beleuchtung genau richtig. Damit Dein Zuhause nicht durchgehend beleuchtet wird, sind Bewegungsmelder sehr praktisch. In diesem Beitrag erkläre ich Dir, welche unterschiedlichen Arten es von Bewegungsmeldern gibt, wie diese funktionieren und worauf Du achten solltest.

Wie funktioniert ein Bewegungsmelder?

Wie funktionieren eigentlich Bewegungsmelder? Vereinfacht gesagt, sind sie an einen elektrischen Schalter gekoppelt. Wird eine Bewegung wahrgenommen, wird der Schalter betätigt und somit das Licht eingeschaltet. Nach einer bestimmten Zeit schaltet der Melder wieder um und das Licht erlischt. Der Zeitraum lässt sich bei den meisten Modell individuell regulieren. Dieses Prinzip funktioniert nicht nur mit Lampen, sondern beispielsweise auch mit Kameras. Der Bewegungsmelder fungiert also als eine Art Schalter selbst. Das System rund um den Bewegungsmelder muss nicht nur auf Lampen beschränkt sein. Zusätzlich kannst Du eine Kamera oder eine Einbruchsmeldeanlage einbinden. Bei erkannter Bewegung geht also das Licht an, eine Kamera beginnt aufzuzeichnen und die Alarmanlage lässt ein lautes Geräusch ertönen. Mehr Abschreckung geht nicht!

Hauswand mit Bewegungsmelder

Bewegungsmelder werden in der Regel mit Batterien betrieben. Dadurch sparst Du Dir ein lästiges Kabel und Du kannst sie auch nachträglich anbringen. Achte aber unbedingt darauf, dass Du ab und an nach den Batterien schaust und diese wechselst! Viele Bewegungsmelder schaffen eine Reichweite von bis zu 15 Metern! Dadurch wird ein großer Radius abgedeckt. Außerdem ist der Aspekt der Haustierimmunität im Außenbereich sinnvoll, wenn Du Tiere besitzt. An Deinem Bewegungsmelder kannst Du ein Minimalgewicht einstellen, ab welchem er reagiert.

Welche unterschiedlichen Arten von Bewegungsmeldern gibt es?

Der Zweck von Bewegungsmeldern ist stets der gleiche. Allerdings kann dies auf unterschiedliche Arten umgesetzt werden. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Funktionsweisen.
Dazu zählen:

  • PIR- Bewegungsmelder
  • HF-Bewegungsmelder (Radar)
  • Ultraschall-Bewegungsmelder
  • Kamera Bewegungsmelder

Einige Produkte kombinieren auch zwei der genannten Funktionen, diese nennt man Dualmelder. Der PIR- oder PI-Sensor verwendet einen Passiv-Infrarot-Sensor und reagiert auf Temperaturveränderungen innerhalb des Erfassungsbereichs.

HF-Bewegungsmelder strahlen hochfrequente, elektromagnetische Wellen ab.  Die Objekte innerhalb des Bereichs reflektieren diese. Bewegungen stellen Veränderungen dar, weshalb der HF-Melder sie erfasst. Der Vorteil dieser Radarmelder ist, dass die Wellen durch Holz und Glas hindurch fungieren. Diese Art der Bewegungsmelder ist hochempfindlich und somit eher für den Innenbereich geeignet.

Ultraschall-Bewegungsmeldern sind aktive Sensoren, die Schallwellen absenden und dadurch Bewegungen erkennen. Diese Art der Melder darfst Du nicht in unmittelbarer Nähe starker Schallwellen, über Heizkörpern oder hinter Vorhängen installieren.

Die letzte Funktionsweise, mit Hilfe der Kamera, funktioniert, indem die Bewegungen auf Bilddateien festgehalten werden. Diese werde durch die elektronische Auswertung erkannt. Diese Variante vergleicht fortlaufend die Bilddateien. Wenn der Abgleich eine Veränderung aufweist, meldet er sich.

Erfassungsradius

Bewegungsmelder oder Präsenzmelder?

Du hast bestimmt schon beide Begriffe gehört und Dich gefragt, worin der Unterschied besteht. Das ist relativ einfach erklärt: Und zwar erfasst der Präsenzmelder stetig die Tätigkeiten innerhalb seines Erfassungsbereichs, auch wenn keine oder ruhige Aktivitäten stattfinden. Solange Du im Raum bist, bleibt das Licht mit einem Präsenzmelder eingeschaltet.

Bewegungsmelder schalten sich erst bei erfasster Bewegung ein. Prinzipiell besteht der Unterschied in der Empfindlichkeit der Sensoren. Außerdem verfügen Präsenzmelder in der Regel über einen Helligkeitsabgleich. Das bedeutet, er führt eine automatische Messung der Helligkeit durch und schaltet das Licht nur ein, wenn es drumherum dunkel ist.

Ich würde Dir dazu raten, Präsenzmelder im Innenbereich zu verwenden. In Fluren, Kellern oder Wohnräumen sind diese durchaus praktisch, da sie sich nicht nach einiger Zeit wieder ausschalten, sondern mit Deiner Anwesenheit an bleiben. Im Außenbereich sind Bewegungsmelder die richtige Wahl. Sie sind stets einsatzbereit, aber reagieren nur bei Bewegungen. Somit werden Einbrecher schon vor dem eigentlichen Einbruch erkannt und durch das Licht abgeschreckt. In der Regel hältst Du Dich außerdem nicht so lange vor der Haustür auf, sodass der zeitliche Bereich des Bewegungsmelders ausreichend ist.

Bewegungsmelder im Außenbereich

Der Bewegungsmelder im Außenbereich hat viele nützliche Vorteile. Dazu gehört etwa Deine eigene Sicherheit. Erstmals bietet Dir Deine Leuchte mit Bewegungsmelder genügend Licht, wenn Du im Dunkeln das Haus betrittst oder verlässt. Dein Eingangsbereich ist ausgeleuchtet und Du siehst, wohin Du trittst. Dadurch vermeidest Du, dass Du von dem Weg abkommst, Stolperfallen und hast eine bessere Sicht auf die Tür zum auf- und zuschließen.

Hausfront mit Bewegungsmelder

Im Außenbereich solltest Du darauf achten, dass Dein Bewegungsmelder über Dämmerungssensoren verfügt, damit er nicht tagsüber, im Hellen, die Leuchte einschaltet. Dieses unnötige Einschalten wird durch Dämmerungssensoren erkannt. Alternativ kannst Du auch mit einer Zeitschaltuhr arbeiten. Bedenke hierbei, dass Du die Uhrzeit an Sommer- und Winterzeit anpasst.  Dadurch, dass die Lampe nicht durchgehend leuchtet, sparst Du Energie. Dein Stromverbrauch sinkt und Du minderst die Ausgaben. Eine verbaute LED im Bewegungsmelder verstärkt diesen Effekt.

Bewegungsmelder als Schutz vor Einbrechern

Einbrecher möchten eines vermeiden: Entdeckt zu werden. Dazu eignen sich Bewegungsmelder mit Alarm hervorragend, denn sie vertreiben den Übeltäter durch die plötzliche Helligkeit. Außenwandlampen mit Bewegungsmelder  sind sehr hilfreich bei der Abschreckung von Einbrechern.  Die ungebetenen Gäste wollen nicht gesehen werden und meiden daher Lichtquellen. Da Deine Lampen aber an Melder gekoppelt sind, die sofort angehen, sobald sie eine Bewegung erkennen, werden Einbrecher vertrieben.  Zusätzlich alarmiert das plötzliche Licht die Hausbewohner. Dieser Effekt des „Auf frischer Tat ertappen“ gelingt nicht mit einer durchgängigen Außenbeleuchtung.

Aber nicht nur im Außenbereich, sondern auch Innen sind Bewegungsmelder ein gutes Mittel für den Einbruchschutz. Ein beleuchtetes Haus erweckt den Anschein, als sei jemand zuhause. Wenn Du unterwegs bist, Dein Haustier aber zuhause ist, betätigt es die Bewegungsmelder und die Lampen brennen. Du hast kein Haustier? Dann verbinde Deine Bewegungsmelder mit einer Zeitschaltuhr. Alternativ kannst Du auch über ein smartes System nachdenken. Dadurch erhältst Du die Möglichkeit, Dein Licht von überall per App zu steuern. Bewegungsmelder von Philips Hue sind beispielsweise Smart Home kompatibel.

Das Bundeskriminalamt erklärt, dass die beste Prävention gegen Einbrüche durch Hunde, wachsame Nachbarn und Licht gegeben ist. Darüber hinaus empfiehlt sich außerdem die Sicherung von Fenstern und Türen. Fenster und Türen sollten immer geschlossen und im Bestfall abgeschlossen sein. Die richtige Sicherheitstechnik ist außerdem zielführend. Fenstersicherungen von ABUS weisen eine bewährte Qualität auf. Im Sortiment findest Du auch Lösungen für den Einbruchschutz von Türen.

Hauswand mit Melder

Die Vorteile auf einen Blick

Ein Bewegungsmelder bringt viele Vorteile mit sich, dass er Einbrecher abschreckt habe ich Dir bereits genauer erklärt. Darüber hinaus wird der Komfort deutlich erhöht. Sowohl Innen als auch Außen hast Du die Hände frei und musst keine Schalter betätigen! Die situationsabhängige Schaltung sorgt dafür, dass Du Energie sparst. Du vergisst nie wieder, das Licht auszumachen. Neben der Sicherheit erhältst Du mit einem Bewegungsmelder also einen Mehrwert auf verschiedenen Ebenen. Je nach Deinen Begebenheiten kannst Du zwischen verschiedenen Modellen wählen, die Du entweder an der Wand oder der Decke montieren kannst. Ebenfalls gibt Auf- und Unterputz Bewegungsmelder.

Mein Fazit zu Bewegungsmeldern als Einbruchschutz

Bewegungsmelder sind eine gute Möglichkeit, um Einbrecher abzuschrecken und in die Flucht zu treiben. Dadurch, dass Du sie nachträglich montieren kannst, eignen sie sich für jede Stelle. Ich finde, Bewegungsmelder sind eine sehr gute Option, um Einbrüchen vorzubeugen. In Kombination mit der Sicherheitstechnik machst Du es den ungebetenen Gästen schwer, in Dein Zuhause einzudringen! Hast Du weitere Tipps, um Einbrecher fernzuhalten? Teile sie gerne in den Kommentaren! ☺

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